Die Bauteilkennzeichnung ist ein wichtiger Bestandteil moderner Produktions- und Fertigungsprozesse. Einzelne Bauteile, Komponenten und Werkstücke müssen häufig eindeutig identifizierbar sein. Dafür werden beispielsweise Artikelnummern, Seriennummern, Chargennummern, Produktionsdaten, Logos oder maschinenlesbare Codes direkt auf dem Bauteil angebracht.

Eine zuverlässige Bauteilbeschriftung ermöglicht nicht nur die eindeutige Identifikation von Produkten, sondern unterstützt auch die Rückverfolgbarkeit, Qualitätssicherung und effiziente Organisation innerhalb der Produktion. Je nach Material, Einsatzbereich und geforderter Beständigkeit kommen unterschiedliche Kennzeichnungstechnologien zum Einsatz.

Bauteilkennzeichnung mit Laser
Bauteilkennzeichnung mit Laser



Warum ist die Bauteilkennzeichnung wichtig?

In der industriellen Fertigung müssen Bauteile oftmals über den gesamten Produktlebenszyklus eindeutig zugeordnet werden können. Das gilt beispielsweise für Komponenten im Maschinenbau, in der Automobilindustrie, der Elektroindustrie, der Medizintechnik oder im Anlagenbau.

Eine Kennzeichnung kann unter anderem folgende Informationen enthalten:

Besonders bei automatisierten Produktionsprozessen spielen maschinenlesbare Codes eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen die schnelle Erfassung von Bauteilen und können mit Produktions-, Qualitäts- oder Warenwirtschaftssystemen verknüpft werden. Damit wird die Rückverfolgbarkeit von Bauteilen über verschiedene Produktions- und Logistikschritte hinweg erleichtert.




Anforderungen an eine industrielle Bauteilbeschriftung

Eine gute Kennzeichnung muss nicht nur gut lesbar sein, sondern auch zum jeweiligen Einsatzbereich passen. Welche Beschriftungstechnik geeignet ist, hängt unter anderem vom Material, der Oberflächenbeschaffenheit, der Produktionsgeschwindigkeit und den Umgebungsbedingungen ab.

Bei der Auswahl eines geeigneten Bauteilkennzeichnungssystems sollten deshalb verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

  • Welches Material soll beschriftet werden?
  • Wie groß darf die Kennzeichnung sein?
  • Werden variable Daten benötigt?
  • Muss die Beschriftung dauerhaft sein?
  • Ist eine maschinelle Lesbarkeit erforderlich?
  • Welche Temperaturen und Umwelteinflüsse wirken auf das Bauteil?
  • Muss die Kennzeichnung gegen Abrieb, Reinigungsmittel oder Chemikalien beständig sein?
  • Soll die Kennzeichnung in eine bestehende Produktionslinie integriert werden?

Je nach Anforderung können Druckverfahren, Laserkennzeichnung, Gravur oder andere industrielle Markiertechnologien eingesetzt werden.




Bauteile mit Seriennummern und Codes kennzeichnen

Die individuelle Kennzeichnung jedes einzelnen Bauteils gewinnt insbesondere bei der Rückverfolgbarkeit an Bedeutung. Statt lediglich eine allgemeine Artikelnummer aufzubringen, kann jedes Werkstück beispielsweise eine eigene Seriennummer oder einen individuellen DataMatrix-Code erhalten.

Dadurch lässt sich nachvollziehen, wann und unter welchen Bedingungen ein Bauteil produziert wurde. Auch Informationen zu Chargen, Produktionslinien oder Qualitätsprüfungen können mit der jeweiligen Kennzeichnung verknüpft werden.

Bei kleinen Bauteilen bieten sich kompakte, hochauflösende Kennzeichnungen an. Moderne Markiersysteme können neben Texten auch Barcodes, QR-Codes, DataMatrix-Codes und Grafiken aufbringen.




Bauteilkennzeichnung auf unterschiedlichen Materialien

Die Anforderungen an eine Kennzeichnung unterscheiden sich erheblich zwischen verschiedenen Werkstoffen. Metall, Kunststoff, Glas, lackierte Oberflächen oder beschichtete Bauteile können jeweils unterschiedliche Verfahren erfordern.

Bei Metallteilen steht häufig eine besonders dauerhafte Kennzeichnung im Vordergrund. In solchen Fällen kann beispielsweise eine Laserbeschriftung oder Lasergravur eingesetzt werden.

Bei Kunststoffteilen kommt es dagegen stark auf die Kunststoffart und die gewünschte Beständigkeit an. Auch hier können unterschiedliche Druck- und Laserverfahren geeignet sein.

Für Kartonagen, Verpackungen und bestimmte Kunststoffoberflächen bietet sich wiederum häufig ein industrielles Inkjet-Verfahren an.




Bauteilkennzeichnung mit TIJ

Eine interessante Möglichkeit für die industrielle Bauteilbeschriftung ist TIJ (Thermal Inkjet). Bei dieser Technologie werden kleinste Tintentröpfchen gezielt aus den Düsen eines Druckkopfs ausgestoßen. Moderne TIJ-Systeme ermöglichen hochauflösende Druckbilder und können unter anderem Texte, Logos, Barcodes, QR-Codes und DataMatrix-Codes erzeugen.

Ein Vorteil der TIJ-Technologie liegt in ihrer Flexibilität. Variable Informationen wie Seriennummern, Chargennummern oder Produktionsdaten können direkt während des Produktionsprozesses aufgebracht werden. Je nach verwendeter Tinte und Oberfläche sind unterschiedliche Materialien beschriftbar.

TIJ-Systeme können sowohl stationär in Produktionsanlagen als auch als mobile Handdrucker eingesetzt werden. Dadurch eignen sie sich für unterschiedliche Anforderungen an die industrielle Bauteilkennzeichnung.




Dauerhafte Bauteilkennzeichnung mit Lasergravur

Wenn eine besonders widerstandsfähige und dauerhafte Kennzeichnung erforderlich ist, kann die Lasergravur eine geeignete Lösung darstellen. Der Laser bearbeitet die Oberfläche des Werkstücks berührungslos und ermöglicht sehr präzise Markierungen.

Je nach Material und Verfahren lassen sich beispielsweise Seriennummern, Artikelnummern, Logos, QR-Codes oder DataMatrix-Codes aufbringen. Laserkennzeichnungen werden häufig dort eingesetzt, wo die Beschriftung mechanischen Belastungen, Reinigungsprozessen, Ölen oder anderen Umwelteinflüssen standhalten muss.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei der Laserkennzeichnung keine Druckfarbe benötigt wird. Dadurch eignet sich das Verfahren insbesondere für Anwendungen, bei denen eine dauerhafte und wartungsarme Kennzeichnung gefordert ist.




TIJ oder Lasergravur – welches Verfahren ist geeignet?

Ob TIJ-Beschriftung oder Lasergravur die bessere Lösung ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind vor allem Material, Kennzeichnungsinhalt, gewünschte Haltbarkeit und Produktionsprozess.

TIJ bietet sich beispielsweise an, wenn flexible und variable Informationen schnell auf unterschiedliche Oberflächen gedruckt werden sollen. Besonders bei wechselnden Daten, Barcodes und QR-Codes kann die Technologie ihre Vorteile ausspielen.

Lasergravur beziehungsweise Laserbeschriftung ist dagegen besonders interessant, wenn eine sehr dauerhafte Kennzeichnung ohne Verbrauchsmaterial gewünscht wird und die Markierung auch unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen zuverlässig erhalten bleiben soll.




Beratung und Produkte zur Bauteilkennzeichnung - Wir helfen Ihnen gerne weiter

Eine professionelle Bauteilkennzeichnung schafft die Grundlage für eine eindeutige Identifikation und zuverlässige Rückverfolgbarkeit von Werkstücken und Komponenten. Von einfachen Artikelnummern über Serien- und Chargennummern bis hin zu QR- und DataMatrix-Codes stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung.

Für flexible industrielle Beschriftungen kann TIJ (Thermal Inkjet) eine wirtschaftliche und hochauflösende Lösung darstellen. Wenn dagegen eine besonders dauerhafte Kennzeichnung gefordert ist, bietet sich häufig die Lasergravur beziehungsweise Laserbeschriftung an. Die Auswahl des passenden Verfahrens sollte immer anhand des Materials, der Produktionsbedingungen und der Anforderungen an die Kennzeichnung erfolgen.